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Geheimtipps

Geheimtipps Kanton Genf: 9 Orte abseits der Massen

Die besten Geheimtipps im Kanton Genf sind Carouge, Satigny als grösste Weinbaugemeinde des Landes, das alte Dorf Hermance und die Grabungen unter der Kathedrale Saint-Pierre. Dazu kommen der Flohmarkt Plainpalais und die Pointe de la Jonction. Tram, Bus und Zug genügen.

  • Genf
  • Geheimtipps
  • 3 Min.
  • 06. November 2026
Arjeta

Geprüft von Arjeta · Swiss-Vibes-Reise-Expert:in für Genf

Genf ist mehr als Jet d'eau und internationale Organisationen. Der kleine Kanton hat Rebberge, Flussufer und Dörfer, die nur wenige Minuten von der Stadt entfernt liegen. Für das Stadtzentrum gibt es einen eigenen Genf-Reiseführer, hier geht es um neun Orte, die du mit Tram, Bus oder Zug erreichst.

Carouge. Die Stadt wurde im 18. Jahrhundert vom König von Sardinien als Gegenstück zu Genf gegründet. Niedrige Häuser, stille Innenhöfe und Plätze mit Bäumen prägen sie, in den Gassen arbeiten Ateliers und Handwerker. Es wirkt eher südländisch als schweizerisch. Anreise: Tram 12 ab Genf Zentrum, rund zwanzig Minuten. Beste Zeit: Mai bis September, am Samstagmorgen ist der Markt am lebhaftesten.

Satigny. Die Gemeinde gilt als grösste Weinbaugemeinde der Schweiz. Rund ums Dorf liegen Reben, dazwischen führen Wege durch Felder bis zum Rhoneufer. Das Dorf ist klein, mit Kirche und alten Bauernhöfen. Zwischen den Rebzeilen ist es auch an Wochenenden ruhig, und im Herbst liegt der Duft der Trauben über den Wegen. Mehrere Winzerhöfe liegen direkt am Weg. Anreise: Zug ab Genf Cornavin nach Satigny. Beste Zeit: September und Oktober, wenn die Trauben reif sind und die Blätter sich färben.

Hermance. Das mittelalterliche Dorf liegt am Genfersee direkt an der Grenze zu Frankreich. Reste der Ringmauer, ein Turm und enge Gassen sind erhalten, am Wasser fällt der Blick auf die Savoyer Berge. Der Ort ist ruhig und kaum bekannt. Ein Uferweg führt am See entlang. Anreise: Bus E ab Genf Rive, die Fahrt dauert rund eine halbe Stunde. Beste Zeit: Mai bis September, am schönsten am Sommerabend.

Archäologische Stätte Saint-Pierre. Unter der Kathedrale liegen Reste von römischen und frühchristlichen Bauten, die du bei einem Rundgang unter dem Boden erreichst. Man sieht Mauern, Bodenreste und Gräber, die viele Hundert Jahre alt sind. Es ist kühl, still und fast ohne Gedränge. Tafeln erklären, wie die Kirche über die Jahrhunderte immer wieder neu gebaut wurde. Anreise: Tram oder Bus nach Genf Bel-Air, dann zu Fuss in die Altstadt hinauf. Beste Zeit: ganzjährig, bei Regen besonders gut.

Flohmarkt Plainpalais. Auf dem grossen Platz findet am Mittwoch und am Samstag ein Flohmarkt statt. Es gibt Bücher, Möbel, Geschirr und Kuriositäten, viele Händler sind Einheimische. Wer früh kommt, findet die besten Stücke, und Handeln gehört dazu, und wer mag, trinkt danach einen Kaffee am Rand des Platzes. Anreise: Tram nach Plainpalais ab Genf Cornavin. Beste Zeit: Samstagvormittag, dann ist das Angebot am grössten.

Escalade in der Altstadt. Jedes Jahr im Dezember erinnert Genf an den gescheiterten Angriff der Savoyer von 1602. Kinder essen Schokoladenmarmiten, die mit Marzipangemüse gefüllt sind, und ein Umzug in historischen Kostümen zieht durch die Altstadt. Die Feier ist ein Fest der Einheimischen, nicht der Touristen. Auf den Strassen wird gesungen, und die Kinder tragen Kostüme oder Kerzen. Das Lied zur Escalade kennen fast alle auswendig. Anreise: Tram nach Bel-Air, dann zu Fuss. Beste Zeit: Mitte Dezember.

Dardagny. Das Dorf im Genfer Weinland liegt über dem Tal der Allondon und hat ein Schloss, Reben und Landwirtschaft ringsum. Wege führen durch Felder und kleine Wälder. Die Dörfer der Gegend sind ruhig, Genf wirkt hier weit entfernt. Anreise: Bus ab Genf nach Dardagny, den Fahrplan vorher prüfen. Beste Zeit: September und Oktober zur Weinlese.

Botanischer Garten. Der Garten am See wurde 1817 gegründet und liegt neben dem Park. Gewächshäuser, ein Alpinum und alte Bäume machen ihn zu einem stillen Ort mitten in der Stadt. Der Eintritt ist frei. Anreise: Tram oder Bus nach Genf Nations. Beste Zeit: Mai bis September.

Pointe de la Jonction. Hier fliessen Rhone und Arve zusammen, und die beiden Gewässer bleiben ein Stück weit sichtbar getrennt, weil die Arve trüber ist. Die Landzunge ist ein Rückzugsort für Einheimische, mit Bänken am Wasser und Blick auf die Brücken. Anreise: Bus oder Tram ab Genf Cornavin Richtung Jonction, Fahrplan vorher prüfen. Beste Zeit: Mai bis September.

Häufige Fragen

Wo ist die grösste Weinbaugemeinde der Schweiz?

In Satigny im Kanton Genf.

Wann ist Flohmarkt in Plainpalais?

Am Mittwoch und am Samstag.

Was ist die Escalade?

Ein Fest im Dezember zur Erinnerung an den gescheiterten Angriff der Savoyer von 1602.

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