Ratgeber
Nepal Trekking: Jahreszeiten und Routen im Vergleich
Von Swiss Vibes Adventure, aktualisiert am
Nepal gehört zu den klassischen Zielen für Trekking. Von sanften Wegen zwischen Teehäusern bis zu Hochgebirgstouren am Everest ist fast alles möglich. Dieser Ratgeber erklärt, welche Jahreszeit sich eignet, welche Routen Einsteiger und Erfahrene wählen und worauf Sie bei Höhe, Permits und Vorbereitung achten sollten. Alle Angaben sind Richtwerte, die sich ändern können.
Die beste Jahreszeit für Nepal
Die beiden Hauptzeiten sind März bis Mai und Oktober bis November. Im Frühling blühen die Rhododendren, die Tage werden länger und wärmer. Der Herbst bringt nach dem Monsun klare Luft und gute Sicht auf die Gipfel, ist aber die belebteste Zeit.
Im Sommer von Juni bis September fällt der Monsun mit viel Regen und Blutegeln, Wege können rutschig sein. Im Winter von Dezember bis Februar ist es kalt, dafür ruhig, und tiefere Routen bleiben gut begehbar. Hohe Pässe sind dann oft verschneit.
Wir empfehlen für den Herbst rund sechs bis neun Monate Vorlauf. Für den Frühling genügen vier bis sechs Monate.
Beachten Sie auch kulturelle Feiertage wie Dashain und Tihar im Oktober und November. Dann sind Transporte voller, Preise höher und manche Dienste eingeschränkt. Wir berücksichtigen dies bei der Planung und schlagen Alternativen vor.
Annapurna: Vielfalt für Einsteiger und Erfahrene
Die Annapurna-Region bietet Routen für fast jedes Niveau. Der Poon-Hill-Trek dauert vier bis sechs Tage und bleibt unter rund 3’200 Metern, er eignet sich für Einsteiger mit guter Kondition. Der Annapurna Base Camp Trek führt in rund zehn bis zwölf Tagen auf 4’130 Meter.
Der Annapurna Circuit war lange ein Klassiker, wird aber teilweise von Strassen durchschnitten. Wer ihn laufen möchte, wählt Abschnitte abseits der Piste oder eine Kombination mit dem Tilicho-See.
Die Region hat gute Infrastruktur mit Teehäusern, die Unterkunft und Mahlzeiten anbieten. Das erleichtert die Planung und lässt Raum für Ruhetage.
Mit einem Ruhetag in Namche Bazaar oder Manang auf der Annapurna-Seite gewöhnen Sie sich in der Mitte der Tour an die Höhe. Nutzen Sie ihn für eine kurze Wanderung auf höher gelegene Aussichtspunkte und kehren Sie zum Schlafen wieder ab.
Everest-Region und Langtang
Der Trek zum Everest Base Camp führt auf rund 5’300 Meter und dauert zwölf bis vierzehn Tage mit Akklimatisation. Er ist technisch einfach, aber wegen der Höhe anspruchsvoll. Die Route ist beliebt und im Herbst gut besucht.
Alternativen sind der Gokyo-Trek mit seinen Seen oder der Drei-Pässe-Trek, der längere Strecken in grosser Höhe verlangt und Erfahrung voraussetzt. Fliegen Sie nach Lukla nur bei guter Sicht, Flüge fallen wegen Wetter oft aus.
Das Langtang-Tal liegt näher an Kathmandu und ist ruhiger. Nach dem Erdbeben von 2015 wurde es neu aufgebaut und bietet heute wieder gute Teehäuser. Ein Trek dauert rund sieben bis zehn Tage.
Auf allen Routen ist Rücksicht auf Dörfer, Pilgerwege und Gebetsmauern selbstverständlich. Gehen Sie links an Mani-Steinen vorbei und fragen Sie, bevor Sie Menschen fotografieren.
Höhe, Akklimatisation und Gesundheit
Ab rund 2’500 Metern kann Höhenkrankheit auftreten. Faustregel: Ab 3’000 Metern steigen Sie mit der Schlafhöhe nicht mehr als rund 300 bis 500 Meter pro Tag und planen alle drei bis vier Tage einen Ruhetag ein. Trinken Sie viel und gehen Sie langsam.
Achten Sie auf Warnzeichen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Ignorieren Sie diese nie. Kehren Sie bei starken Symptomen um und steigen Sie ab. Ein erfahrener Guide beobachtet die Gruppe und entscheidet im Zweifel für die Sicherheit.
Besprechen Sie die Reise vorab mit einer Reisemedizin-Sprechstunde. Dort erhalten Sie Hinweise zu Impfungen, Durchfallprophylaxe und ob Höhenmedikamente sinnvoll sind. Bei Vorerkrankungen sollten Sie zusätzlich Ihren Arzt fragen.
Das Essen auf den Routen ist einfach und nahrhaft, Dal Bhat mit Reis und Linsen gilt als Klassiker. Wählen Sie vegetarisch, denn Fleisch in grosser Höhe ist weniger frisch. Trinken Sie nur gefiltertes oder abgekochtes Wasser.
Permits, Visum und Organisation
Für Nepal brauchen Sie ein Visum, das sich meist bei Ankunft oder vorab online beantragen lässt. Dazu kommen je nach Region Trekking-Permits und Nationalpark-Gebühren. Bei einer gebuchten Tour übernehmen wir diese Formalitäten für Sie.
Die Regeln haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert, so sind in einigen Regionen Guides vorgeschrieben. Prüfen Sie aktuelle Hinweise des EDA und fragen Sie uns nach dem Stand.
In Kathmandu empfiehlt sich ein Puffer von ein bis zwei Tagen vor und nach dem Trek, für Permits, Ausrüstung und mögliche Flugverspätungen.
In Kathmandu lohnt sich ein Besuch der Tempelanlagen und des Altstadtviertels. Kombinieren Sie die Reise auf Wunsch mit einer Tierbeobachtung im Chitwan-Nationalpark, die nach den Bergen eine entspannte Pause bietet.
Gruppe, Guide und Träger
Ein lokaler Guide kennt Wege, Wetter und Notfallregeln und erhöht die Sicherheit. Träger tragen das Gepäck, auf vielen Touren sind sie üblich. Achten Sie auf faire Bezahlung, passende Ausrüstung und Gewichtslimiten, etwa rund 20 Kilo pro Träger.
Kleine Gruppen bis zwölf Personen sind angenehm und flexibel. Private Touren passen sich Ihrem Tempo an. Wir beraten Sie dazu im Videocall und stimmen die Tour auf Ihr Niveau ab.
Trinkgelder für Guide und Team sind üblich. Wir nennen Ihnen vor der Reise einen Richtwert und erklären, wie sie übergeben werden.
Vorbereitung und Training
Beginnen Sie das Training rund zwölf Wochen vor der Reise. Wandern mit Rucksack, Treppensteigen und Ausdauer sind die beste Vorbereitung. Wer kann, übt mehrtägige Touren in den Alpen, um den Körper an wiederholte lange Tage zu gewöhnen.
Laufen Sie Ihre Schuhe rechtzeitig ein und testen Sie Ihre Ausrüstung. Vieles lässt sich in Kathmandu mieten, die Qualität schwankt aber. Eigene Schuhe und Regenschutz sind unverzichtbar.
Unser Paket Gipfel-Expedition startet ab CHF 3’290 pro Person und lässt sich als Nepal-Trek planen. Der genaue Preis hängt von Route, Zeitraum und Gruppengrösse ab.










