Region
Interlaken
Thema
Kultur
Lesezeit
2 Min.
Aktualisiert
25. Juni 2026
Kultur
Wer Interlaken wirklich erleben will, sollte nicht nur die Bergpanoramen kennen – sondern auch verstehen, wie die Menschen hier leben und was sie von Besuchern erwarten.
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Aktualisiert
25. Juni 2026
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Geprüft von Arjeta · Swiss-Vibes-Reise-Expert:in für Interlaken
Interlaken liegt im Herzen des Berner Oberlandes, zwischen dem Thuner- und dem Brienzersee, und ist seit dem 19. Jahrhundert ein internationaler Tourismusort. Das prägt den Ort bis heute: Du begegnest hier einer Mischung aus tief verwurzelter Schweizer Tradition und einer offenen, weltgewandten Gastgeberkultur. Die Einheimischen sind an Besucher gewöhnt – aber das bedeutet nicht, dass Respektlosigkeit toleriert wird.
Die Schweizer Pünktlichkeit ist kein Klischee, sondern gelebte Realität. Ob beim Restaurantbesuch, einer geführten Tour oder dem Einchecken im Hotel – Verspätungen ohne Ankündigung werden als unhöflich empfunden. Gleiches gilt für Lautstärke: In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants und besonders in Wohngebieten wird ruhiges Verhalten erwartet. Die Sonntagsruhe ist zudem kein Mythos – laute Aktivitäten, Rasenmähen oder störender Lärm sind am Sonntag schlicht nicht akzeptiert.
Das Berner Oberland ist protestantisch geprägt, und die regionale Identität – die bernische Gelassenheit, bekannt als «Bärner Schnüre» – zeigt sich auch im Alltag: Menschen sind freundlich, aber zunächst eher reserviert. Ein kurzes Grüssen beim Betreten eines Ladens oder einer Gondel ist selbstverständlich. Wer das ignoriert, fällt auf. Ein einfaches «Grüezi» oder «Hallo» öffnet mehr Türen als jede Geste.
Beim Essen solltest du wissen: In traditionellen Restaurants wartet man, bis man einen Platz zugewiesen bekommt, auch wenn es leer wirkt. Das Trinkgeld ist in der Schweiz nicht obligatorisch – die Servicepauschale ist meist im Preis enthalten – aber ein Aufrunden oder ein kleines Dankeschön wird geschätzt. Und: Wasser zum Essen kostet in der Regel extra; Leitungswasser («Hahnenwasser») kann man höflich verlangen, es wird in guten Betrieben ohne Weiteres serviert.
Natur und Umwelt nehmen in der lokalen Kultur einen zentralen Platz ein. Die Bergwelt rund um Interlaken ist kein Freizeitpark, sondern ein gelebter Lebensraum. Wanderwege sollten nicht verlassen werden, Abfälle gehören in den Rucksack zurück, und Wildtiere werden aus der Distanz beobachtet. Wer diese Selbstverständlichkeiten mitbringt, ist in Interlaken nicht nur gern gesehen – er passt schlicht dazu.
The Aarburg Hotel & Café
Alpina Boutique Hotel, Ringgenberg
Unfussy rooms in a cozy hotel offering lake & mountain views, plus free parking & a bar.
Hotel Seiler au Lac
Informal lakefront hotel offering a pizzeria & a restaurant, as well as breakfast.
OUTDOOR - Interlaken Base
Aletsch Glacier
Covering 31.5 sq. miles, this meandering ice mass, accessible via hike, is the largest in the Alps.
OUTDOOR - Glacier Canyon Grindelwald
Craggy, glacier-carved canyon with a trail along its edge & a walkable "spiderweb" above the water.
Nein, du kommst mit Englisch sehr weit – besonders im Tourismus. Trotzdem: Ein paar Wörter Deutsch oder Berndeutsch wie «Merci vilmal» (Danke vielmals) werden von Einheimischen aufrichtig geschätzt und zeigen Respekt.
Ja. In der Schweiz gilt die Mittagsruhe zwischen etwa 12 und 14 Uhr sowie die Nachtruhe ab 22 Uhr als allgemeiner Standard. In Hotels und Ferienwohnungen sind diese Zeiten oft explizit ausgeschildert. Der Sonntag ist generell ein ruhiger Tag.
Trinkgeld ist freiwillig und kulturell nicht so verankert wie in anderen Ländern. Es ist jedoch üblich, in Restaurants den Betrag auf einen runden Wert aufzurunden oder bei gutem Service 5–10 % zu geben. In Bars oder Cafés reicht oft das Stehenlassen des Wechselgeldes.
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