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Siri za wenyeji

Interlaken abseits der Massen

Interlaken kennt jeder – aber das Interlaken, das wirklich berührt, kennen nur wenige.

  • Interlaken
  • Siri za wenyeji
  • Dak. 2
  • 25 Juni 2026
Arjeta

Imehakikiwa na Arjeta · Mtaalamu wa safari wa Swiss Vibes wa Interlaken

Wer Interlaken zum ersten Mal besucht, landet meistens auf der Höheweg, kauft ein Sackmesser und bucht einen Paragliding-Flug. Das ist nicht falsch – aber es ist auch nicht das ganze Bild. Hinter der touristischen Fassade steckt eine Region, die ruhiger, eigensinniger und ehrlicher ist, als ihr Ruf vermuten lässt. Man muss nur bereit sein, ein paar Schritte abzubiegen.

Einer dieser Schritte führt nach Goldswil, einem kleinen Weiler östlich von Interlaken, der sich kaum verändert zu haben scheint. Die Kirche dort oben – eine der ältesten der Region – steht allein auf einem Hügel mit freiem Blick auf den Brienzersee. Kein Eintrittspreis, keine Menschenmassen, kein Souvenirladen. Nur das leise Läuten und das Licht, das am frühen Nachmittag golden durch die Berge fällt. Solche Momente gibt es in Interlaken noch – man muss sie sich aber erarbeiten.

Der Brienzersee ist generell das unterschätztere Gewässer der zwei Seen. Während der Thunersee mit Segelschiffen und Kursschiffen bespielt wird, wirkt der Brienzersee ruhiger, klarer und irgendwie ursprünglicher. Ein Mietkajak ab Brienz lohnt sich – besonders früh morgens, wenn der See noch im Nebel liegt und man das Gefühl hat, die einzige Person auf dem Wasser zu sein. Die Fahrt entlang der Uferstrasse mit dem Velo dauert gut eine Stunde und führt an alten Holzhäusern und kleinen Bootsstegen vorbei, die aussehen, als gehörten sie einer anderen Zeit.

In Interlaken selbst empfehlen wir das Quartier rund um die Unterseen – der ältere Ortsteil, der oft übersehen wird. Hier gibt es eine mittelalterliche Stadtkirche, verwinkelte Gassen und ein Café, das ohne Instagram-Filter auskommt. Wer möchte, kann dem Museum für Touristik einen Besuch abstatten: Es klingt trocken, ist aber überraschend berührend – eine ehrliche Geschichte darüber, wie die Schweiz zur Tourismusnation wurde, und was davon geblieben ist.

Ein letzter Tipp für alle, die etwas mehr Zeit mitbringen: Die Wanderung von Saxeten ins Tal zurück ist kaum in einem Reiseführer zu finden. Das Dorf Saxeten liegt oberhalb von Wilderswil und ist mit dem Postauto erreichbar. Der Weg zurück durch das Saxetbach-Tal führt durch Wald, an Wasserfällen vorbei und über Wiesen, auf denen im Sommer Kühe grasen. Keine Bergrestaurants, keine Schilder auf Englisch und Japanisch – nur du, der Weg und das Rauschen des Baches.

Maswali ya mara kwa mara

Wann ist die beste Reisezeit für ein ruhigeres Interlaken-Erlebnis?

Frühjahr (Mai) und Herbst (September bis Oktober) sind die ruhigeren Monate. Die Landschaft ist dann oft spectakulär – blühende Wiesen oder goldene Lärchen – und die Menschenmassen der Hochsaison sind spürbar weniger. Auch die Unterkunftspreise sind in diesen Perioden häufig günstiger.

Brauche ich ein Auto, um die abgelegenen Orte rund um Interlaken zu erreichen?

Nicht unbedingt. Das Schweizer ÖV-Netz ist auch hier gut ausgebaut. Brienz ist per Bahn direkt erreichbar, Saxeten per Postauto ab Wilderswil. Ein Velo – am besten ein E-Bike – eröffnet aber nochmals eine andere Freiheit und macht viele Seitenstrassen erst wirklich zugänglich.

Gibt es in Interlaken auch jenseits der Abenteuerangebote gute Restaurants?

Ja, wenn man bereit ist, etwas zu suchen. Im Ortsteil Unterseen und in den umliegenden Dörfern wie Matten oder Wilderswil gibt es kleinere Beizli, die auf Schweizer Küche setzen – ohne Fondue-für-Touristen-Feeling. Frag beim Einchecken in deiner Unterkunft nach: Eine persönliche Empfehlung eines Einheimischen schlägt jeden Restaurantführer.

Panga safari

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